Rechner  ·  Vergleich zweier Wege

Private Rente oder Depot

Beide Wege sparen fürs Alter, unterscheiden sich aber in den Kosten und darin, was am Ende ausgezahlt wird. Der Rechner stellt Endkapital und monatliche Rente gegenüber – die Versicherung mit lebenslanger Garantie, das Depot mit voller Verfügbarkeit.

Gemeinsame Annahmen

Ansparphase bis Januar 2052, also 25,3 Jahre.

252.000
0 %12 %
0 Wechsel15 Wechsel

Wie oft die Anlage über die Ansparphase umgeschichtet wird. Hier liegt der deutlichste strukturelle Unterschied: In der Police ist ein Fondswechsel steuerfrei, weil das Vermögen im Vertrag bleibt. Im Depot ist er ein Verkauf – der aufgelaufene Gewinn wird realisiert und sofort versteuert, und auf die abgeführte Steuer fällt nie wieder Rendite an. Bei Ihren Werten kostet das im Depot 4.610 € zusätzlich.

Rentenversicherung

Kostenmodell
Laufende Kosten angeben als
0 %3 %

Prozent des Guthabens pro Jahr. Über die gesamte Laufzeit sind das 17.461 € und damit 23 % der Beitragssumme – die Größe, die in vielen Angeboten steht.

0 %12 %

Zwei Größen als Näherung. Wer ein Angebot vorliegen hat, sollte auf „erweitert“ wechseln – dort stehen die vier Kostenarten, die im Produktinformationsblatt tatsächlich ausgewiesen sind.

1545

Der Rentenfaktor gibt an, wie viel monatliche Rente je 10.000 € Kapital garantiert wird. Er steht in Ihrem Angebot.

Depot

0 %2 %
2 %8 %

Anteil des Kapitals, der jährlich entnommen wird. Anders als die Versicherungsrente ist die Entnahme nicht lebenslang garantiert.

Kapitalertragsteuer in der Ansparphase

Auf thesaurierende Fonds fällt im Depot jährlich die Vorabpauschale an – die Versicherung ist bis zur Auszahlung steuergestundet. Gerechnet mit 3,2 % Basiszins (2026), 30 % Teilfreistellung und 1.000 € Sparerpauschbetrag pro Jahr. Zusammen mit der Steuer auf die Fondswechsel sind das 6.904 € und damit 6,4 % des Endkapitals – mitgerechnet ist die Rendite, die auf die abgeführte Steuer nicht mehr anfällt. Wie stark das wiegt, hängt an der Depotgröße: Der Sparerpauschbetrag ist ein fester Sockel, der bei kleinen Depots fast alles abdeckt und bei großen kaum noch ins Gewicht fällt.

Auszahlungsphase

0 %45 %

Von der Versicherungsrente sind bei Rentenbeginn mit 67 nur 17 % steuerpflichtig (Ertragsanteil nach § 22 EStG), und zwar mit diesem Satz. Die Depotentnahme trifft dagegen unabhängig vom persönlichen Satz die Abgeltungsteuer von 26,375 % auf den Gewinnanteil – aktuell 16,1 % jeder Entnahme, nach 30 % Teilfreistellung und Sparerpauschbetrag.

0 %8 %

Meist niedriger als beim Ansparen, weil zum Rentenbeginn defensiver umgeschichtet wird. Die Rente der Versicherung ist davon unberührt – sie ist garantiert.

72 Jahre105 Jahre

Wie lange die Auszahlungsphase in Grafik und Auswertung dargestellt wird. Wer sehr alt wird, sieht hier den entscheidenden Unterschied: Die Rente läuft weiter, das Depot nicht.

Gegenüberstellung zum Rentenbeginn

Rentenversicherung · Kapital

142.368 €

Kosten gesamt: 20.501 €

Depot · Kapital

159.439 €

Kosten gesamt: 4.780 €

Rentenversicherung · Rente

399 € / Monat

brutto, lebenslang garantiert

Depot · Entnahme

531 € / Monat

brutto, nicht garantiert

Rentenversicherung · Rente netto

380 € / Monat

Steuer 19 € · Ertragsanteil 17 %

Depot · Entnahme netto

531 € / Monat

Steuer 0 € · Abgeltungsteuer auf 16,1 % Gewinnanteil

Rentenversicherung · gesamt bis 90

104.880 €

nach Steuern ausgezahlt

Depot · gesamt bis 90

141.894 €

zzgl. 106.902 € Restkapital

Depot · Steuer Vorabpauschale

2.294 €

laufend über die Ansparphase

Depot · Steuer Fondswechsel

4.610 €

3 Umschichtungen · in der Police steuerfrei

Das Depot liegt beim Kapital um 17.071 € vorn

Beim Kapital entscheiden die Kosten. Bei der Rente kommt die Steuer dazu: Nach Steuern liegt das Depot um 151 € je Monat vorn. Der Ertragsanteil von 17 % verbilligt die Versicherungsrente gegenüber der Depotentnahme um 0 € im Monat – je höher Beitrag und Kapital, desto stärker wirkt das, weil der Sparerpauschbetrag im Depot dann nicht mehr ausreicht.

Dazu kommt die Dauer: Die Versicherung zahlt lebenslang, das Depot nur, solange Kapital da ist. Bei 4 % Entnahme und 3 % Rendite trägt es bis Alter 90 durch. Bis Alter 90 kommen aus der Versicherung insgesamt 104.880 € an, aus dem Depot 141.894 € – jeweils nach Steuern. Im Depot liegen dann noch 106.902 €, die verfügbar und vererbbar sind. Bei der Versicherung ist das Kapital mit der Verrentung ins Kollektiv übergegangen – dafür zahlt sie auch mit 100 noch.

DepotRentenversicherungdurchgezogen: Kapitalgestrichelt: bis dahin ausgezahlt

Die Achse zeigt das Alter. Links vom Rentenbeginn steht das aufgebaute Kapital, rechts davon die Summe dessen, was bis zu diesem Alter nach Steuern ausgezahlt wurde. Bis Alter 90 holt die Versicherung den Vorsprung des Depots nicht auf. Ziehen Sie das Endalter weiter nach rechts, um zu sehen, ob und wann sie es täte. Das Depot trägt bei 3 % Rendite bis Alter 90 durch.

Beide Phasen sind mit Steuern gerechnet. In der Ansparphase fällt im Depot die Vorabpauschale an, während die Versicherung gestundet ist – hier 6,4 % des Endkapitals. Dazu kommt die Auszahlung: Von der Versicherungsrente sind nur 17 % steuerpflichtig, jede Depotentnahme trägt dagegen die Abgeltungsteuer auf ihren Gewinnanteil. Die bereits versteuerten Vorabpauschalen sind dabei angerechnet. Der persönliche Steuersatz im Ruhestand ist eine Annahme, die niemand sicher vorhersagen kann – verschieben Sie ihn, um die Bandbreite zu sehen.

Beide Wege persönlich vergleichen

Zur Methode

Gleiche Rendite, unterschiedliche Kosten, Steuern und Verrentung

Beide Wege werden mit derselben Bruttorendite gerechnet, damit der Unterschied allein aus Kosten, Steuern und Verrentung entsteht. Laufende Kosten werden monatlich anteilig vom Vermögen abgezogen, die Abschlusskosten der Versicherung von jedem Beitrag. Am Ende verrentet die Versicherung über den garantierten Rentenfaktor, das Depot über eine frei gewählte Entnahmerate. Beide Phasen sind besteuert: in der Ansparphase die Vorabpauschale im Depot, in der Auszahlungsphase der Ertragsanteil der Rente gegen die Abgeltungsteuer auf den Gewinnanteil jeder Entnahme. In der Ansparphase hängt der Unterschied an der Depotgröße: Der Sparerpauschbetrag deckt bei kleinen Sparraten fast die gesamte Vorabpauschale ab, bei großen Depots kaum noch etwas. Deutlicher wirken Fondswechsel: Innerhalb der Police bleibt das Vermögen im Vertrag und ein Wechsel ist steuerfrei, im Depot ist er ein Verkauf mit sofort fälliger Abgeltungsteuer auf den bis dahin aufgelaufenen Gewinn. Der Vorteil des Versicherungsmantels entsteht ansonsten überwiegend bei der Auszahlung, und er wächst mit der Laufzeit: Je länger gespart wird, desto größer ist der steuerpflichtige Gewinnanteil jeder Depotentnahme, während der Ertragsanteil der Rente bei 17 Prozent bleibt. Bei üblichen Annahmen dreht der Vergleich nach etwa zwanzig Jahren zugunsten der Versicherung. Der Rechner unterstellt die lebenslange Verrentung; bei einer Einmalauszahlung gilt stattdessen die Zwölf-Jahres-Regel des § 20 EStG. Die Kosten der Police lassen sich wahlweise vereinfacht oder nach den vier Kostenarten aus dem Produktinformationsblatt erfassen: Abschlusskosten als Prozentsatz der Beitragssumme, über die ersten fünf Jahre gezillmert, dazu Verwaltungskosten auf Beitrag und Guthaben sowie feste Stückkosten. Die Grafik zeigt beide Phasen auf einer Altersachse – links den Kapitalaufbau, rechts vom Rentenbeginn, was bis zu welchem Alter insgesamt ausgezahlt wurde. Wie stark der Steuereffekt ausfällt, hängt an Ihrem Steuersatz im Ruhestand und gehört ins persönliche Gespräch.